In meiner Laufbahn durfte ich unzählige Strategien entstehen und Großprojekte wie Sanierungen oder M&A-Prozesse von der ersten Stunde an begleiten. Die Geburtsstunde dieser Vorhaben ist meist ein ästhetischer Genuss: Die Analysen sind brillant, die Ziele präzise definiert und die Storyline so mitreißend, dass man sie fast einrahmen möchte.
Und doch folgt regelmäßig das immer gleiche, fast schon tragikomische Drehbuch: Kaum ist die Tinte trocken, verliert die Initiative an Momentum. Was als zukunftsweisendes Programm startete, wird erst in ausgereifte Projektpläne überführt, dann in zunehmend inspirationslose Standardreports eingedampft, um schließlich im Archiv der „besten Absichten“ sanft einzuschlafen. Das Räderwerk der Organisation beginnt zu versanden – und am Ende fragt man sich, wo eigentlich die ganze Energie geblieben ist.
Wenn der „Will“ den „Skill“ frühstückt
Oft scheitern diese Vorhaben nicht am mangelnden Wissen. Es fehlt nicht an klugen Köpfen oder handwerklichem Geschick. Es scheitert an den Interpretationsspielräumen, die ein eigentlich klarer Plan plötzlich eröffnet. Diese Grauzonen führen zu Reibungsverlusten zwischen Hierarchieebenen, zu Grabenkämpfen zwischen Abteilungen und zu einer zwischenmenschlichen Interaktion, die wertvolle Energie schlicht verbrennt.
Das Ergebnis ist meist eine verwässerte Version des ursprünglichen Ziels. Synergien aus M&A-Prozessen bleiben theoretische Konstrukte in einer Excel-Tabelle, während Investoren ungeduldig auf den versprochenen ROI warten. Und die Mitarbeitenden? Denen hatte man im „Town Hall Meeting“ eine neue Ära versprochen, doch was sie wahrnehmen, ist nur das alte System in einem neuen Gewand. Kurzum: Der „Will“ hat den „Skill“ geschlagen. Der Widerstand im System war stärker als die Brillanz des Plans.
Die Grenzen starker Helfer
Diese Beobachtungen haben meine Sicht auf meine Rolle grundlegend verändert. Die klassische Unterstützung stößt hier oft an ihre natürlichen Grenzen:
- Der Berater liefert Ihnen eine exzellente Blaupause von außen. Doch die Organisation muss diese Blaupause mit eigener Kraft gegen den internen Widerstand durchsetzen – oft ein aussichtsloser Kampf gegen die Trägheit.
- Der Coach fokussiert auf die individuelle Entwicklung. Das ist löblich, verliert aber oft die harte systemische Dynamik und die unerbittlichen Business-Ziele aus den Augen.
Ich habe mich entschieden, genau den Raum dazwischen zu füllen: Den Raum zwischen Verstehen und Wirken.
Was genau ist also ein Catalyst?
Vielleicht hilft ein kurzer Ausflug in die Naturwissenschaften, um das Bild zu schärfen – ganz ohne das übliche Berater-Bingo:
- Die chemische Logik: Aktivierungsenergie senken. In der Chemie benötigen Reaktionen oft enorme Mengen an Energie, um überhaupt zu starten. Man könnte das System massiv unter Druck setzen oder erhitzen – mit dem Risiko, dass die beteiligten Stoffe (oder in Ihrem Fall: die Kultur) Schaden nehmen. Als Catalyst senke ich diese Barriere. Ich schaffe einen alternativen Weg, damit die Transformation bei „Raumtemperatur“ stattfinden kann – geschmeidig und im laufenden Betrieb.
- Die technische Logik: Veredelung statt toxischer Emissionen. Der Fahrzeug-Katalysator ist uns allen vertraut. Er treibt den Motor nicht an – das tut Ihr Kraftstoff, Ihre Strategie. Seine Aufgabe ist die Transformation toxischer Nebenprodukte in harmlose Stoffe. In der C-Level-Kommunikation entstehen diese „Schadstoffe“ fast zwangsläufig: politische Spielchen, unklare Botschaften, defensive Haltungen. Ich wirke als Filter. Ich sorge dafür, dass der Output keine Schadstoffe in der Kultur hinterlässt und die PS Ihres „Motors“ ohne Reibungsverluste auf die Straße kommen.
Gemeinsam den Unterschied machen
Ich sehe mich als Partner auf Augenhöhe, der mit analytischer Schärfe und diplomatischer Direktheit agiert. Ich dränge mich nicht in den Vordergrund. Ein Catalyst ist dann erfolgreich, wenn die Reaktion reibungslos abgelaufen ist und das Ergebnis für sich selbst spricht.
Mein Fokus liegt nicht darauf, Ihnen zu erklären, wie Sie Ihr Geschäft führen sollten, das wissen Sie besser als jeder Externe. Mein Fokus liegt darauf, die Blockaden zu identifizieren und zu lösen, die Ihr Team daran hindern, dieses Wissen in echte Wirkung zu transformieren.
Damit Ihre Strategien gegenüber Investoren und Mitarbeitern nicht nur als Versprechen existieren, sondern zünden.
